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| GALERIE GANGART
„Die
Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit wird über
die Aufmerksamkeit der Medien gelenkt!“ „Wir haben
eine mit Bildern gesättigte, nein,
übersättigte Welt und wir müssen befürchten, dass
gerade jene Bilder, auf die
es an-kommen sollte, eine dämpfende Wirkung haben: wir stumpfen
ab.“ (Susan
Sontag)
Genau in
diesem
Zwischenraum zwischen Übersättigung, Abstum-pfung und
Aufmerksamkeit siedelt
sich die Galerie
GangArt an. Sie präsentiert die Themen in Bildern,
denen wir gerne
ausweichen, die uns verschwiegen werden, die uns zu nahe gehen.
„Was
manche Fotos unwiderstehlich macht,
ist die Idee des Wirklichen!“ Ein Foto ist die wahrgenommene
Wirklichkeit, die
in einem Bild festgehalten ist. Was die Fotografie für sich in
An-spruch nehmen
kann, ist, dass das ganz und gar Unwiederholbare auf einem Foto
für alle Zeiten
wiederholbar wird. (Cees Nooteboom)
Fotos
zeigen die
Realität. Sie sind Augenblicke, Momente, 60stel Sekunden. Als im
August 2000 die Galerie
GangArt im Katharina-von-Bora-Haus ihre Pforten mit einer Ausstellung von Pedro Malinowski
öffnete,
erfüllte sich ein Wunschtraum des damaligen Kulturdezernenten
Peter Rose. Fotographie
ist zu wichtig, um sie als einen Aspekt unter vielen allein den Museen
zu
überlassen. Darum sollte es in Gelsenkirchen eine ganze Galerie
ausschließlich
für die Fotographie geben. Warum diese ausgerechnet bei einer
Kirchengemeinde
angesiedelt werden sollte, das ergab sich zunächst aus den
Kontakten zu Pfarrer
Dirk Purz, der selbst als Fotograf tätig ist (dirkpurz-foto.de).
Die
Kirchengemeinde verfügt über ansprechende Räumlichkeiten
und
sie ist ein ideales Forum für diese Galerie der Fotografie.
Mittlerweile ist
die Galerie
GangArt aus dem Katharina-von-Bora-Haus in die
Friedenskirche
umgezogen. Diese räumliche Verlegung ist ein Gewinn. In der Kirche
gibt es
deutlich mehr Raum für die Bilder. Zudem erhalten die
Ausstellungen inhaltlich
eine weit aus höhere Wertschätzung.
Eine von
Kirche und Kommune getragene Galerie ist per se nicht
kom-merziell, d.h. die Auswahl der KünstlerInnen und Ausstellungen
kann
ausschließlich nach inhaltlichen und künstlerischen
Kriterien erfolgen. Kirche
in unserer Zeit ist nicht nur Ort des Rückzugs und der Besin-nung.
Kirche soll
und will auch Überzeugungen, Standpunkte, Impulse an die
Gesellschaft
zurückgeben. In diesem Sinne ist die Fotogalerie in der
Friedenskirche (Anfahrtsskizze) ein
Teil dieses Engagements und Ausdrucksform der unverzichtbaren
Verbindung von
Kirche und Kultur.
Pedro
Malinowski – August 2000
Ihr Ansprechpartner: |
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